Ausstellungen

Hier sollte Ihr Titel stehen

Die Universität Leipzig und der § 175

Ausstellung: Rollups. Hörstation.

Ort: Augusteum, Universität Leipzig (Campus Augustusplatz)

Der Doktorwürde unwürdig! Dieses Urteil wurde zwischen 1885 und 1945 über einige Wissenschaftler an der Universität Leipzig aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verhängt. „Hier sollte Ihr Titel stehen“ macht das bisher wenig beleuchtete Kapitel der Universitätsgeschichte sichtbar – die Aberkennung von akademischen Graden auf Grund von Homosexualität nach §175 und §175a sowie §151 StGB.
Das historische Unrecht, das mit der Ankündigung der vollständigen Rehabilitierung der verurteilten Männer durch Bundesjustizminister Maas eine erneute Aktualität erhielt, soll im Hinblick auf die Verfolgung homosexueller Wissenschaftler an der Universität Leipzig mit der Ausstellung „Hier könnte Ihr Titel stehen“ aufgearbeitet werden. Auf Roll-ups werden Lebenswege und wissenschaftliche Leistungen von zu Unrecht ‚entwürdigten‘ Männern porträtiert. Neben den Biografien können sich die Besucher*innen an einer Hörstation zu dem Thema informieren.

Herausgeber: Gleichstellungsbeauftragter der Universität Leipzig
Ausstellungstexte: Dörthe Schimke
Grafisches Konzept: Simone Müller
Umsetzung und Produktion: Axel Schöpa

Leipzig 2017.

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#3G Gattin. Gasthörerin. Gleichstellung.

Bildungsgerechtigkeit an der Universität Leipzig

Ausstellung: Rollups. Hybride Ausstellung Print/Web.

„#3G erzählt die Erfolgsgeschichte des weiblichen Bildungsdrangs, der von einer ‚Universität ohne Frauen‘ zum heutigen Status quo mit zwei Frauen an der Spitze und einer Mehrheit an weiblichen Studierenden geführt hat“ – Georg Teichert, Gleichstellungsbeauftragter der Universität Leipzig, zur Austellungseröffnung.

Seit der Gründung im Jahr 1409 bis ins späte 19. Jahrhundert hinein war die Universität Leipzig ein reiner Männerbetrieb: Frauen hatten keinen Zutritt zu den Universitätsgebäuden und waren von allen Lehrveranstaltungen ausgeschlossen.  Im Jahr 1906, nach langen, zähen Verhandlungen und der vereinzelten Zulassung von Gasthörerinnen, konnten sich die ersten Leipziger Studentinnen gleichberechtigt immatrikulieren. Die formale Gleichberechtigung bedeutete jedoch noch lange keine tatsächliche Gleichstellung im Universitätsalltag. So verlief die Geschichte des Frauenstudiums an der Universität Leipzig keineswegs geradlinig. Sie war vielmehr von Widersprüchen, Erfolgen und Rückschlägen geprägt. Das Frauenstudium erlebte im Laufe des 20. Jahrhunderts mehrfach eine politische Überformung und ideologische Vereinnahmung. Diese Ausstellung zeigt nichtsdestotrotz eine Erfolgsgeschichte, deren letzte Kapitel noch nicht geschrieben sind.

Die Ausstellung kann im Gleichstellungsbüro der UL entliehen werden.
Sie besteht aus 14 schmalen Plakaten im Format 1 m x 2,20 m mit Informationen zur geschichtlichen Einordnung und 6 Doppelplakaten im Format 2 m x 2,20 m mit Informationen zu einzelnen Persönlichkeiten.

Wissenschaftliche Redaktion: Dörthe Schimke
Grafisches Konzept: Simone Müller
Umsetzung und Produktion: Axel Schöpa

Leipziger Frauenbilder Online

Leipzig 2016.

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Leipzig im Herbst ’89.  Bilder der Friedlichen Revolution.

Ausstellung: Rollups. Hybride Ausstellung Print/Web.

Die rund 2,5 Millionen Fotografien von Armin Kühne begleiten das gesellschaftliche Leben in Leipzig über einen Zeitraum von gut viereinhalb Jahrzehnten. Politische Ereignisse und wirtschaftliche Entwicklungen verknüpfen sich mit dem Alltagsleben in einer Großstadt: die Bilder dokumentieren nicht zuletzt architektonischen Stillstand und Wandel über zwei Generationen hinweg. Kühne hat seit der Mitte der 1960er Jahre fast täglich in Leipzig fotografiert und dabei Ereignisse in der Stadt, das Alltagsleben sowie bauliche Veränderungen chronikalisch im Bild festgehalten. Seit 1979 als professioneller Bildreporter unterwegs, führte ihn seine Tätigkeit für Betriebszeitungen („Baurundschau“, „Montanindustrie“) in zahlreiche Großbetriebe der DDR. Es entstanden Aufnahmen, die heute einmalige Dokumente der Wirtschaftsgeschichte darstellen. Neben politischen Großveranstaltungen oder der üblichen DDR-Propagandasymbolik in zahlreichen Wirtschaftseinrichtungen halten seine ungeschönten Aufnahmen vor allem die desaströsen Bedingungen in der betrieblichen Arbeitswelt der Ostdeutschen im Bild fest.

Umsetzung und Produktion: Axel Schöpa

„Herbst ’89“ online

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